Der Katastrophenschutzzug (Kat-S)
Ob Jahrhunderthochwasser, großflächiger Stromausfall oder Unwetterkatastrophe – es gibt Lagen, die die Kräfte einer einzelnen Feuerwehr weit übersteigen. Für genau diese Situationen gibt es den Katastrophenschutz. Kurz: Kat-S.
Die Feuerwehren der Gemeinde Roßdorf stellen gemeinsam den 20. Löschzug des Landkreises Darmstadt-Dieburg – einen Katastrophenschutzzug, der bei entsprechendem Bedarf innerhalb kurzer Zeit auch weit entfernt vom heimischen Gerätehaus eingesetzt werden kann. Gundernhäuser Kameradinnen und Kameraden bilden dabei einen wesentlichen Teil dieser überörtlichen Einheit.
Wird ein Katastrophenfall durch den Landrat festgestellt, können Katastrophenschutzzüge angefordert werden, um lokale Kräfte zu entlasten und zu unterstützen. Die Alarmierung erfolgt über Digitalfunk oder Sirene.
Katastrophenschutzzug
Speziell zusammengestellte, überörtlich einsatzfähige Einheit für Großschadenslagen aller Art.
Deutschlandweit
Der Zug kann bei Bedarf bundesweit – von Hochwassergebieten bis in Katastrophenregionen – alarmiert werden.
Gemeinsam stärker
Enge Zusammenarbeit mit den Feuerwehren der Gemeinde Roßdorf, dem THW und weiteren Hilfsorganisationen.
Spezialisierte Ausbildung
Regelmäßige Sonderausbildungen – von Deichverteidigung bis ABC-Einsatz – ergänzen den normalen Übungsdienst.
Die Helfer in der Not
Seit dem Wegfall der allgemeinen Wehrpflicht engagieren sich Gundernhäuser Kameraden vollständig freiwillig im KatS-Zug Roßdorf. Neben dem regulären Übungs- und Unterrichtsdienst der Feuerwehr Gundernhausen nehmen sie an zusätzlichen Ausbildungsveranstaltungen auf Kreisebene teil.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren der verschiedenen Gemeinden, dem THW sowie anderen Hilfsorganisationen. Erst im Verbund entfalten Katastrophenschutzkräfte ihre volle Wirkung – das zeigen gemeinsame Übungen genauso wie vergangene Realeinsätze.
Unvergessen bleibt der Hochwassereinsatz im Juni 2013: Zehn Kameraden aus Roßdorf und Gundernhausen fuhren als Teil eines Kreisverbandes mit 70 Einsatzkräften nach Sachsen, um in der Sächsischen Schweiz eingeschlossene Menschen aus überfluteten Kellern zu retten und Wohngebiete zu pumpen. Oder der Einsatz 2022, bei der gemeinsam mit THW-Einheiten ein ehemaliges Impfzentrum in Pfungstadt für rund 300 Geflüchtete aus der Ukraine in kürzester Zeit zur Unterkunft umgebaut wurde.
Ansprechpartner
Postalisch erreichbar: Freiwillige Feuerwehr Gundernhausen · z. Hd. Kat-S · Bruchwiesenstraße 53 · 64380 Roßdorf
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