Panikmache oder sinnvolle Vorsorge?
Die Empfehlung zur Bevorratung von Lebensmitteln und wichtigen Gegenständen ist keineswegs etwas Neues. Schon seit den 1960er Jahren gibt es ein Zivilschutzkonzept, das regelmäßig angepasst wird. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt seit langem, auf Notsituationen vorbereitet zu sein.
Sollten wir uns trotzdem vorbereiten? JA!
Ein starkes Unwetter, Hochwasser, ein längerer Stromausfall, ein Erdbeben – unwahrscheinliche Szenarien, auf die wir dennoch vorbereitet sind… und Sie sollten es daher auch sein.
Was kann passieren? – Beispiel Stromausfall
Ein paar Stunden Stromausfall sind zwar unangenehm, aber problemlos zu verkraften. Doch was passiert bei einem Ausfall, der über Tage anhält?
📡 Internet & Telefon
Weder Internet noch moderne Telefone funktionieren ohne Strom. Handyakkus sind begrenzt, Mobilfunkmasten ebenfalls. Innerhalb weniger Stunden sind Sie von der Öffentlichkeit abgeschnitten.
🚿 Wasser
Leitungswasser wird über Pumpen gefördert. Deren Notstromversorgung hält nicht ewig. Kein Leitungswasser: keine Toilettenspülung, keine Dusche, kein Trinkwasser.
🛒 Lebensmittel
Alle großen Supermärkte sind abhängig von der Stromversorgung. Ein Verkauf kann nur sehr bedingt erwartet werden. Lieferketten verderblicher Waren brechen zusammen.
🔥 Heizung
Moderne Heizungen sind in der Regel abhängig von der Stromversorgung. Ohne Heizung kühlen Wohnungen im Winter je nach Isolierung innerhalb von wenigen Stunden aus.
Die Feuerwehr steht im Notfall natürlich auch bereit, allerdings sind unsere Kapazitäten stark beschränkt. Bei großflächigen Ausfällen werden alle Ressourcen für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit benötigt. Auch Land und Bund sind auf solche Notsituationen vorbereitet, aber es bedarf einiger Zeit, bis die notwendige Hilfe anläuft. Unabdingbar ist es daher, dass Sie in der Lage sind, sich über mehrere Tage selbst zu versorgen.
Was sollte ich vorhalten?
Das BBK empfiehlt Vorräte für mindestens 14 Tage. Zu den wichtigsten Dingen gehören:
Empfohlen: 2 Liter pro Person / Tag
Getreide, Nudeln, Reis, Konserven, Milchprodukte, Obst & Gemüse
Batteriebetrieben oder mit Kurbelantrieb
Weiterführende Informationen vom BBK:
→ Ausführliche Informationsbroschüre des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
Was tun, wenn kein Telefon funktioniert?
Sollten die allgemeinen Kommunikationswege nicht mehr funktionieren, wird für Sie an zentraler Stelle eine Möglichkeit für Notrufe bereitgestellt. In Gundernhausen ist dies das Feuerwehrgerätehaus in der Bruchwiesenstraße 53. Auch bei einem großflächigen Stromausfall können wir Ihnen hier sofort weiterhelfen oder über Funk andere Hilfsorganisationen anfordern.