Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte am Objekt konnte bereits eine Rauchentwicklung aus einem der drei Treppenhäuser, sowie mehrere Personen auf den an der Frontseite des Objektes befindlichen Balkonen, festgestellt werden.
Es erfolgte daraufhin eine umfassende Erkundung der Einsatzstelle und der Zugangsmöglichkeiten, sowie die Einleitung erster Maßnahmen zur Menschenrettung.
Im Übungsverlauf wurde eine Abschnittsbildung veranlasst, die sich auf die Front- und Rückseite des Gebäudes bezog und gemeinsam von den beiden eingesetzten Feuerwehren abgearbeitet wurde. In jedem Abschnitt waren neben den beiden vorhandenen Löschfahrzeugen der Ortsteilfeuerwehren auch weitere Kräfte zur Unterstützung im Einsatz.
Parallel zur Rettung der ersten Personen über tragbare Leitern aus dem Gefahrenbereich, erfolgte eine Erkundung des verrauchten Treppenhauses und der daran anschließenden Wohnungen durch mehrere Trupps unter Atemschutz.
Im weiteren Übungsverlauf konnte die Brandstelle durch Schaffung von Zugangsmöglichkeiten auf der Gebäuderückseite im Kellerbereich ausgemacht werden. Hier waren zwei Personen im Brandraum, einem Heizungsraum eingeschlossen, zu denen ständiger Kontakt durch die Kellerfenster bis zum Eintreffen der Trupps im Kellerbereich gehalten wurde.
Bedingt durch die bauliche Situation, die Kellerflure des gesamten Gebäudes waren miteinander verbunden, breitete sich die Verrauchung auf die beiden weiteren Treppenhäuser aus, sodass auch hier ein Einsatz von Trupps unter Atemschutz zur Erkundung und Menschenrettung notwendig wurde.
Nachdem im Übungsverlauf insgesamt 16 Personen gerettet und an der Verletztensammelstelle registriert werden konnten, erfolgte eine abschließende Entrauchung des Gebäudes durch den Einsatz mehrerer Überdruckbelüfter.
Nach Abschluss der Übungstätigkeiten und dem Aufrüsten der Fahrzeuge erfolgten vor Ort eine kurze Übungsnachbesprechung sowie die Verpflegung der Übungsteilnehmer.
Den Kameraden Karl Geiß, Marc Landzettel und Marcel Wolf gilt es an dieser Stelle für die umfangreiche Vorbereitung der Übung, sowie die realistische Übungsdarstellung Dank zu sagen. Ein Dankeschön gilt auch den Angehörigen der Jugendfeuerwehr, die sich als Verletztendarsteller zur Verfügung gestellt hatten.