TLF 16/25, Baujahr 1966 – Heckpumpe
Das Tanklöschfahrzeug 16/25, Baujahr 1966, von Magirus Deutz besaß eine Feuerlöschkreiselpumpe mit 1.600 l/min Wasserförderungsleistung bei 8 Bar Druck. Auch hier handelte es sich noch um eine rein mechanische Pumpensteuerung.
Durch den großen Wassertank von 2.500 l konnte über den formstabilen Schnellangriff nach Eintreffen an der Einsatzstelle über knapp 10 Minuten Wasser abgegeben werden.
Schwer Magirus Deutz Frontpumpe
Bei dieser Pumpe des Löschgruppenfahrzeuges 8 handelt es sich um eine Standard-Feuerlöschkreiselpumpe FP 8. Die Bezeichnung sagt aus, wie viele Liter Wasser pro Minute bei einem bestimmten Druck gefördert werden können – in diesem Fall 800 l/min bei einem Nenndruck von 8 Bar.
Es handelte sich um eine rein mechanische Pumpe, die ohne Elektrik oder eingebaute Automatik betrieben werden musste. Am Pumpenstand befanden sich drei Hebel: Zunächst wurde eingekuppelt, anschließend musste zum Ansaugen oder Erhöhen des Wasserdrucks der Gashebel bewegt werden.
Diese Pumpe hatte zwei B-Abgänge (65 mm ø) und einen A-Eingang (110 mm ø).
Schwer Magirus Deutz TS-Einschub
Im hinteren Geräteraum des LF 8 ist eine Tragkraftspritze 8/8 eingeschoben. Sie hatte eine ähnliche Leistung mit 800 l/min Wasserförderung bei 8 Bar Druck.
Sie wurde vorwiegend bei langen Wegstrecken als Verstärkerpumpe eingesetzt oder beim Saugen an Gewässern, die mit der Fahrzeugpumpe nicht erreichbar waren.
LF 16 TS Magirus Deutz – Katastrophenschutz
Das Löschgruppenfahrzeug 16 besaß als zweites Fahrzeug der Feuerwehr Gundernhausen gleich zwei Pumpen: eine eingeschobene Tragkraftspritze Zivilschutz (TS 8/8) und eine fest eingebaute Frontpumpe 16/8.
Die Frontpumpe war mit einer Wasserförderungsleistung von bis zu 3.200 l/min die stärkste Pumpe im Bestand. Auch die Tragkraftspritze 8/8 war stärker motorisiert als die üblichen Tragkraftspritzen und förderte bis zu 3.000 l Wasser pro Minute.
Auch das LF 16 TS hatte noch eine rein mechanische Pumpenbedienung. Das Wasser konnte über drei B-Abgänge (65 mm ø) abgegeben und über einen A-Eingang (110 mm ø) zugeführt werden.
TLF 16/25, Baujahr 1980
Eine Neuerung der Pumpentechnik brachte das damals von der Feuerwehr Roßdorf übernommene Fahrzeug: Das Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 hatte als erste Pumpe in Gundernhausen eine halbautomatische Steuerung.
Das bedeutet: Die Pumpe wurde eingeschaltet, kuppelte selbstständig ein und entlüftete sich von selbst. Danach musste nur noch am Gashebel gezogen werden, um den Druck zu erhöhen oder zu verringern.
LF 8/6 Iveco Eurofire, Baujahr 1994
1994 kam eine Neuerung für die Feuerwehr Gundernhausen: eine Magirus FP 8 mit halbautomatischer Steuerung, die der Pumpe des TLF 16/25 sehr stark ähnelte.
Das LF 8/6 wurde mit dieser Pumpe bis 2008 als sogenanntes Erstschlagfahrzeug genutzt. Die Magirus-Feuerlöschkreiselpumpe (FP) 8 hat eine Wasserförderung von 800 l bei 8 Bar Wasserdruck.
LF 10/6 Mercedes Atego 1118, Baujahr 2008
Im Vergleich zu den älteren Fahrzeugen zeigen wir hier die neueste Fahrzeugpumpe der Feuerwehr Gundernhausen: eine Magirus FPN 10/1000 (Feuerlöschkreiselpumpe Normaldruck).
Die Angabe 10/1000 bedeutet, dass bei einem Wasserdruck von 10 Bar eine Wasserförderung von 1.000 l pro Minute erreicht werden kann. Diese Pumpe wird über ein digitales Panel gesteuert und überwacht. Das HMI (Human Machine Interface) bietet dem Maschinisten eine automatisierte, intuitive Steuerung der wesentlichen Pumpenfunktionen – im Normalbetrieb kommen keinerlei mechanische Bedienelemente mehr zum Einsatz.