Bereits früh am Morgen um 08:00 Uhr begann für die 19 Jugendlichen die diesjährige Tagesübung. Nach einer kurzen Wacheinteilung durch die Betreuer und einem leckerem Frühstücksbuffet zur Stärkung ging es um kurz nach 09:00 Uhr auch schon mit dem ersten fiktiven Einsatz los.
In einem Fahrradschuppen hat ein Rauchwarnmelder ausgelöst und Passanten hatten daraufhin die Feuerwehr gerufen. Nach Alarmierung der Wachabteilung 1 stellte diese fest, dass durch ein offenes Fenster aus dem Keller Rauch in den Fahrradschuppen gedrungen ist. Nach Erkundung des Kellers konnte dort verbranntes Essen auf dem Herd als Ursache ausfindig gemacht werden. Schnell wurde das Essen mitsamt Pfanne nach draußen getragen und abgelöscht.
Kaum war die erste Wachabteilung wieder zurück im Gerätehaus, stand auch schon der erste Einsatz für Wachabteilung 2 an. Gemeldet war eine dringende Türöffnung mit einer verletzten Person. Vor Ort stellte sich heraus, dass ein Jugendlicher im Garten von der Leiter gefallen war. Leider war niemand sonst anwesend und so musste sich die Jugendfeuerwehr zunächst mithilfe eines Bolzenschneiders Zugang zum Garten verschaffen. Im Garten angekommen wurde sich um die verletzte Person gekümmert und anschließend wurde diese per Trage nach draußen manövriert und an den fiktiven Rettungsdienst übergeben.

Der nächste Einsatz forderte dann beide Wachabteilungen. Ein Verkehrsunfall zwischen einem LKW und einem PKW sorgte für drei verletzte Personen, hiervon erlitt eine einen medizinischen Notfall und musste umgehend per Herzdruckmassage versorgt werden. Auch die beiden anderen Personen wurden aus ihren Fahrzeugen gerettet und medizinisch versorgt. Ebenfalls wurde die Einsatzstelle weiträumig abgesperrt und auslaufende Betriebsstoffe (dargestellt durch eine Wasserlache) wurden aufgenommen.
Kurz vor dem Mittagsessen hieß des dann nochmal “Alarm für Wachabteilung 2”. Aufgrund des heißen Wetters ist es in einem Acker zu einem Feuer gekommen. Durch das schnelle Eingreifen der Jugendlichen konnte schlimmeres verhindert werden.

Anschließend hieß es beim Mittagessen erstmal durchschnaufen. Hier gab es leckere Nudeln mit Bolognesesoße, welche von unserem Küchenteam gezaubert wurden.
Nur wenig später folgte dann der fünfte Einsatz des Tages. Wachabteilung 1 wurde zu einer Personensuche alarmiert. Nach einiger Suche stellte sich heraus, dass die gesuchte Person in einem kleinen Waldstück lag und nicht mehr bewegungsfähig war. Nach der vorgenommenen ersten Hilfe wurde die Person mit einer Trage aus dem Wald getragen.

Um 14:30 Uhr war es dann soweit und der letzte Einsatz des Tages stand an. Dieser führte uns zum örtlichen Kaninchenzuchtverein, gemeldet war hier ein F2Y - ein Gebäudebrand mit Menschenleben in Gefahr. Nach der Erkundung durch die beiden Einheitsführer, welche ebenfalls Jugendfeuerwehrmitglieder waren und von den Betreuern unterstützt wurden, bestätigte sich die gemeldete Lage. Sofort wurde die Menschenrettung eingeleitet und die beiden Angriffstrupps gingen in das "brennende" Gebäude vor. Nachdem alle vermissten Personen gefunden werden konnten, wurde noch ein ausgedehnter Löschangriff mit insgesamt 6 C-Rohren vorgenommen. Etwa eine halbe Stunde später war das “Feuer” erfolgreich gelöscht und der Einsatz konnte beendet werden.
Nachdem anschließend alle genutzten Geräte und Fahrzeuge wieder einsatzbereit gemacht wurden, war dieser abwechslungsreiche Tag auch schon wieder vorbei.
Wir bedanken uns beim Kaninchenzuchtverein H44 Gundernhausen für die Zurverfügungstellung ihrer Garage als Übungsobjekt, beim DRK Ortsverband Roßdorf für die Leihe einer Übungspuppe sowie bei unserem Küchenteam für das leckere Mittagessen.